Home Mobil-Menü

Typographie

Sonderzeichen

Anführungszeichen „ “ und » «

Im deutschsprachigen Texten gibt es nur drei korrekte Arten, richtige Anführungen zu setzen. Die klassische Version lehnt sich an die Zahlen 99 (immer unten) und 66 (immer oben) an. Zollzeichen (Shift 2) sind falsch.

Daneben gibt es noch die Gänsefüßchen, die «französischen Guillements» und die umgekehrte »Schweizer Variante«. Beide fügen sich harmonischer in den Zeilenverlauf ein. Zudem haben einige Webschriften (Verdana) keine korrekte Form der klassischen Abführung.

Grundsätzlich gilt: Niemals unterschiedliche Anführungszeichen in einem Text mischen! Für den Fall, dass weitere Anführungszeichen benötigt werden (etwa innerhalb einer wörtlichen Rede, werden diese Zeichen verwendet: ›Für die Gänsefüßchen‹ und für die ,klassische Version‘.

 

Horizontale Striche - – —

Der simple Trennstrich auf der Tastatur ist nur zur Gliederung zusammengesetzter Wörter (Nordrhein-Westfalen, Groß- und Kleinschreibung) und zum »Durchkoppeln« von Namen (Johannes-Rau-Haus) zu verwenden.

Der Gedankenstrich wird bei Einschüben und Satzpausen – immer mit einem  Leerzeichen davor und danach – verwendet. Außerdem wird er als »bis«-Strich, etwa bei Uhrzeiten verwendet (8 – 18 Uhr) sowie als Auslassungszeichen: 1.499,– Euro und als Minuszeichen.

Der Geviert-Strich — wird in deutschsprachigen Texten selten eingesetzt.

 

Weitere Sonderzeichen ' … ×

Der Apostroph ' Es gibt definitiv nur eine einzige Möglichkeit, einen Apostroph korrekt zu setzen, egal in welcher Sprache. Der Apostroph hat die Form eines ganz normalen Kommas, befindet sich jedoch oben und nicht unten.

Die Ellipse ... Bei drei Punkten kann man nichts falsch machen, richtig? Falsch! Drei Punkte sind eine Ellipse und sollten immer durch ein entsprechendes Sonderzeichen ausgetauscht werden. Bei diesem sind dann die Abstände zwischen den Punkten etwas größer, was die ganze Sache hübsch macht. Wenn die Ellipse nicht gerade ein Wort unterbricht (»Bitte, bitte nicht schieß...«), so muss außerdem ein geschütztes(!) Leerzeichen vor den Punkten gesetzt werden ...

Das Mal-Zeichen × Wer die Maße von etwas angibt, braucht das Mal-Zeichen: 34×23×8 cm. Auch wenn es in vielen Schriften zunächst so wirken mag: Das Malzeichen ist nicht identisch mit dem kleinen x. Letzteres besitzt nicht zwingend einen rechten Winkel und hat in den entsprechenden Schriften sogar Serifen, ganz im Gegensatz zum rein geometrisch geformten Mal-Zeichen.

Das geschützte Leerzeichen (engl: non-breaking space) ist nützlich, um unschöne Umbrüche zu vermeiden. Wer also sicher gehen will, dass bestimmte Wörter oder Zahlen nebeneinander stehen und nicht in die nächste Zeile abrutschen, setzt ein geschütztes Leerzeichen, z. B.: 17 Grad im Schatten, Prof. Dr. Klaus Brinkmann, Er bekam die Note 6, HTML 4.0.

Das schmale Leerzeichen gibt es leider nicht in einer geschützten Version. Man kann es wunderbar in all jenen Situationen einsetzen, wo man sich nicht sicher ist, ob ein Leerzeichen angebracht ist oder nicht, z. B.: § 21, € 45,-, 128 kB/s, 38 cm. Offensichtlich gibt es unter Windows ein Darstellungsproblem mit den schmalen Leerzeichen, so dass diese mit Vorsicht zu genießen sind!

 

Weitere Sonderzeichen – darunter € © ½ usw. können bei SelfHTML eingesehen werden.

Empfehlenswert und zum Teil als Grundlage für diese Übersicht verwendet sind auch die Glossars von Gerrit van Aaken

 

Nächstes Thema:  Kontakt